"All in" , wie der Sauerländer sagte :KWs Bostalseemagazin 



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Segeln mit  Kurzkielern : Kiel und Schwert sind mehr, als Richtungsgeber

Kiel und Ruder können mehr !

Kiel und Ruder können mehr !

KW s Magazin  übers Segeln und das Drumherum . An der Seite wird gearbeitet .....

Wie funktioniert ein Segelboot ? 

Mit dieser Frage kannst du eintauchen : in die phantastische Welt der  Physik  und   in die schönste Art der Regelungstechnik. Den Aufbau des Windmotors erklärt die Physik . Zur Funktion gehört , dass das Boot  kontinuierlich  von störenden. Größen befreit werden muss  Du bist zu diesem Zweck der Regler , der zum ständigen Optimieren  die Anpassungen vornimmt.   Mit  dem Gesetz von Bernoulli  kommen wir da nicht weit. 

Erklärungen  nach Schena F gibt es zur Genüge  Wir experimentieren .  Lass uns mit ein paar Versuchen starten, , mit denen  du Kindern das Segeln erklären kannst . Du kannst auch gut " gegen den Wind" aufkreuzen.ohne Theorie  . Mit dem  Knowl how geht es besser.

Wir demonstrieren das Prinzip des Schwimmens 

Zuerst erklären wir das Schwimmen    und bauen ein Boot . 

Du brauchst einen Messbecher ein zylindrisches  Bauklötzchen , eine schwere Holzschraube  einen Messbecher für kleine Volumen und eine Küchenwaage . Wir wiegen das Klötzchen .

Dann lassen wir es im Messbecher  schwimmen .  Man sieht den Wasserpegel im Becher ansteigen . Das Wasser wid hochgedrückt . Das gleiche passiert mit dem Kötzchen .

Jetzt bauen wir ein Schiff mit stabiler Schwimmlage . Dazu drehen wir die Schraube als Ballast in das Klötzchen .Wir wiegen wieder und sehen, dass das Gewicht größer geworden ist . 

Jetzt lassen wir das Klötzchen erneut  schwimmen. . Es taucht tiefer ein . Der Wasserpegel steigt höher. Wenn der Pegel höher ansteigt, wird der Druck unter dem Klötzchen größer . Dies kann man im Schwimmbad beim Tauchen nachvollziehen . Schwimmen hat also etwas mit Wasserdruck zu tun .


Wir verblüffen die Großen und lassen ein Schiff nicht schwimmen 

Dazu stellen wir ein Holzklötzchen mit geplanter Unterseite auf einen  ebenen Becherboden . Jetzt gießen wir vorsichtig Wasser in den Becher. Wenn kein  Wasser zwischen Klötzchenuntetseite und Boden kommen kann, kann der Wassrrdruck nicht unter das Klötzchen kommen . Das Klötzchen bleibt stehen , weil es nicht an seine Umgebung angekoppelt ist.  Das ist ein Schlüsselerlebnis denn : 

Ein  Flugzeug kann z.B. nur fliegen wenn eine Kopplung an die Umgebung ( über die Grenzschicht , das kommt später )  besteht. Die Kopplung an die Umgebung ist das A und O beim Fliegen und Segeln . Außer beim Eurofighter, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. 


Wir bauen ein Segel und erklären das Segeln 

Dazu nehmen wir ein Blatt  an den oberen Ecken in die Hand und halten es horizontal an die Unterlippe . Jetzt pusten wir über das Blatt . Das Blatt hebt sich an . Das hat aber nichts mit dem (zudem falsch interpretierten Satz )  von Bernoulli. zu tun . Solches verkünden nur Internetdidakten und andere Influenzer Deshalb  musst du selbst ran. Lass das Blatt vertikal  herabhängen . Jetzt puste nur auf einer Seite. Es passiert  .....? Nichts ! 

Der Luftstrahl an dem horizontal gehaltenen und dann herabhängenden  Blatt bleibt an dem Blatt hängen und wird mit mit in die Kurve genommen  . Dieser Effekt wurde ausgerechnet an einem Düsemflugzeug entdeckt . Die Kraft auf die Luft auf der gekrümmten Bahnkurve ist genauso groß.,wie die Kraft auf das Blatt. Das ist ein Baustein von Isaak Newton ( 3 .Gesetz) für das Segelprinzip . Zum Segeln und Fliegen brauchst du einen Stau, Reibung , Widerstand  also all das was du nicht vermutest , wenn du an das Segeln denkst 


Wir zeigen die Wirkung von Staupunkten 

Staupunkte sind der Zündfunke beim Windmotor . Um sie erlebbar  zu machen  brauchst du den berühmten stylischen und urkräftigen  Föhn und einen Tischtennisball . Der  chinesische Zwilling des Föhns tuts auch,. 

Behaupte einfach, mit zwei Föhns könne man Luftstrahltennis spielen und sich gegenseitig einen Tischtennisball  zuschießen  Das nimmt dir jeder ab. Nimm jetzt den Föhn  und wirf den Ball in den Ludtstrahl . Der Ball bleibt im Stahl hängen, Das funktioniert auch bei schrägem Anstahlen .

Wie ist das zu erklären ? Ein  Staupunkt ist  vor dem Ball entstanden und will ihn wegdrücken  . Die Luft strömt um den Ball herum stößt hinter dem Ball zusammen   Das Resultat : Ein Staupunkt hinter dem Ball . Der hintere der zwei  Staupunkte muß weg . Er bremst nämlich die Luft .


Die folgende Segeltheorie ist kein Schlausprech  über Potentialfelder und Superpositionen. Es folgt  Reklame für einen Stoff , der in  Schulen immer mehr zu kurz kommt.  Physik ! Schaf: "  Physik ist doof."  . Warum ? Polemisch formuliert gab es in  Deutschland eine böse Physik und neuerdings ein bischen gute Physik. Außerdem gibt   es in den Schulen ja Navi. 

 In unseren Schulen ist Segeln  Luxussport, in Frankreich Schulfach Das Land ist überzogen mit den ecoles nationales de voile .In der Schule von Quiberon St. Pierre habe ich die Theorien zu dieser Seite kennengelernt

 . In Deutschland kommt Segeln in den öffentlich rechtlichen überwiegend als Lieferant von beschaulichen Bildern oder von spektakulären Umglücksfällen vor...Wenn ein Fernseherklärer  das Segeln  gegen den Wind  oder das Fliegen erklärt  ,nimmt er das Thema  nicht ernst . Er zitiert Bernoulli und begeht nach 20 Sekunden den ersten Fehler, weil er falsch an das Gesetz von Bernoulli herangeht. : Der Druck  ist bei dem Gestz die Ursache , die Geschwindigkeit die Wirkung und nicht umgekehrt . Man kennt die Bedingungen, zum Segeln und Fliegen seit etwa 1920 genauer . Die Erfindung des Windkanals hat's ermöglicht Alles was bis heute fehlt fehlt ist die plausible Erklärung ,. Die sogenannte  Gremzschicht zwischen Luftteilchen die am Segel anhaften und Teilchen mit voller Geschwindigkeit  hat es in sich ,Bei einem Flugzeug wird diese Grenzschicht durch den Eigenanztriebb angepresst. Beim Segeln geht es turbulenter zu.  .Eine simple Ersatzerklärung zu finden, kann also nicht unser Ziel sein. Wir kommen diesem Ziel  aber näher, wenn wir alles abräumen, was sich als Ballast im Laufe der Zeit so angesammelt hat. Was haben wir davon ? : Eine stabile Basis  für den Trimm von Segeln und Segelbooten 

Woran erkennst du die Segelmärchen ?

WENN du etwas von einem langen und einem kurzen Weg entlang Oberseite bzw. Unterseite eines Profils hörst, kannst du entspannt abschalten . Es folgt eines der ältesten Segel und Flügelmärchen  Das schnelle Luftteilchen Hänsel auf dem langen Weg wird leider nie wieder mit Luftteilchen Gretel "vom kurzen Weg" zusammentreffen. Hänsel ist in der Tat viel schneller und dadurch längst auf und davon, wenn Gretel den kurzen Weg geschafft hat Außerdem sind beim Segel  im Gegensatz zum Flügel mit einem festen Profil beide Wege gleich lang. Auch bei den ersten Flugzeugen waren die Wege gleich lang, ihre Stabilität erhielten sie wie Regenschirme durch ein Gerippe..Schließlich der dickste Fehler zum Schluss . Es gibt keinen logischen Zusammenhang  zwischen einer Wegstrecke und einer Geschwindigkeit . Der logische Zusammenhang besteht zwischen Zeit und Geschwindigkeit .Dazu ein Beispiel,

Fu möchtest eine Strecke von 100 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit  von 100 km/h durchfahren . Auf denn ersten 50 km kannst du nur 50 km/h fahren. Wie schnell musst du auf den verbleibenden 50 km sein . Um die Durchschnittsgeschwindigkeit  von 100 km/h zu halten.  

Du Must die Frage über die Zeit lösen . Nach den ersten 50 km ist eine Stinde vorbei und du hast noch die Strecke von 50 km vor dir . Nur mit Warp Geschwindigkeit , die erlaubt gleichzeitig an 2 Orten zu sein schaffst  das  im Raumschiff Enterprise.

Wir können also   beim Vergleich Segel-Flügel bleiben. 

In der Regel zieht man den Vergleich so, als könne ein Flugzeug mit nur einem Flügel auf nur einer Seite . Man vergisst bereits im Ansatz : Bei Segelbooten sind Kiel und Ruder die  zweiten Flügel. 

Mach dir beim Bootstrimm keine Gedanken, dass der Segeldruckpunkt über dem Lateralschwerpunkt liegen müsse. 

Du bekommst das nur beim Rückwärtssegeln  hin, wenn du den Großbaum über die Mittellinie drückst.


Wenn die Unterdrucktheorie das Segeln gegen den Wind erklären würde,    könntest du beim Aufkreuzen getrost das Schwert hochnehmen  . Übrigens gibt es kein Saugen, sondern nur ein Drücken .Durch Unterdruck wird  der Zusammemhalt und der Widerstand verringert. Das geht so weit, dass Wasser bei Raumtempetatur,verdampft . Du kannst das hören, wenn eine Pumpe klingt ,wie eine Kinderradsel klingt 

Wichtig ist, dass unter extremen Bedingungen , wenn der "Unterwasserwind"zu stark oder zu schwach ist,   das Schwert etwas aufgeholt werden muß .  Du erhöhst damit die Abtrift und den Anstellwinkel zur Unterwasserströmung .Und um diesen Anstellwinkel geht es auch beim Segel,

Da die Strömung  unser Antrieb ist , ist  das Großsegel der Diener der Fock und nicht umgekehrt Nur die Fock steht auf der Kreuz direkt im Wind. . Der Diener Großsegel ( das "Auftriebshilfsmittel ") darf nicht im Weg herumstehen und Abläufe stören. Deshalb muß der Anstellwinkel des Groß größer sein, sein als der der Fock .Diese Bedingung greifen wir beim Boottrimm auf. 


Die Physik liefert gleich  zwei Basiserklärungen zum Segeln:

1. Das Gesetz von Daniel Bernoulli  

2. Erklärungen mit dem Impuls bzw. Impulsänderungen  Letztere werden mit  den Formulierungen :Upwash, Downwhash beschrieben .

Was steckt physikalisch hinter diesen Erklärungen .

Daniel Bernoulli beschreibt den Energieerhaltungssatz für Fluide .Etwas unsauber formuliert lautet das Bernoullische Gesetz von Seiten der Arbeit : Druckarbeit  wird zum Besvhleunigen verwendet  . Dabei klammert Bernoulli alle Reibungsphänomene aus .. Eine Grenzschicht gibt es im 18 ten Jahrhundert noch nicht . Die hat ein deutscher Physiker erst im Jahr 1900 entdeckt. Wenn dir das Wort  Grenzschicht nicht geläufig ist . Die Grenzschicht  ist die Übergangszone zwischen Teilchen im Stillstand und Teichen mit voller Geschwindigkeit  Über und unter Wasser. . Mach sie nie kaputt z. B. durch Wachs auf dem Rumpf  oder durch einen zu großen Anstellwinkel beim Segel 

Ohne diese Grenzschicht,   ohne Reibung,  kann man aber  weder fliegen noch segeln.  Reißt die  Grenzschicht eines Flugzeugflügels , fällt das Flugzeug wie ein Stein . Der tragende Balken zu der   Druck- und Geschwindigkeitsumgebung des Flügels ist gebrochen. Das Flugzeug findet keinen Halt, Segelschiffe dümpeln willenlos bei Strömungsabriss. Das Soannende am Fliegen, Segeln und auch bei der Konstruktion von Rennwagen : Es prägen sich in der Nähe von Geräten, die in Strömungen verstellbar sind veränderbare  Druck und Geschwindigkeitsfelder aus. Das Phaszinietende ist , dass der Satz  von Bernoulli für diese Felder gilt, 

Bleiben wir beim Bindglied dieser Felder Die Grenzschicht hat eine Folge : Ein Umlaufwirbel um den Flügel bzw. das Segel : genannt Zirkulation. Das bedeutet für die Segelpraxis :  Je schneller du die Grenzschicht nach der Wende aufbaust ,desto  ,desto weniger Zeit benötigst du für die Kreuz Die Rollwende  ist mehr als ein Flügelschlag .

Damit ist auch die Reihenfolge nach der Wende geklärt 

1. Fock

2. Groß 

Jetzt ist auch klarer, was es mit den eingangs erwähnten Staupunkten auf sich gat . Sie sind die Ursache ....Aber Vorsicht : Jeder gute Staupunkt hat einen bösen Zwilling , dort wo getrennte Luftwege durch die Grenzschicht zusammengeführt werden   Deshalb musst du  zwei Dinge begünstigen

1. die Gemzschicht

2. das Beseitigen des 2, Staupunktes 

Zu 1 (:Beidseits der Fock hast du Steuerfäden ca 20 cm hinter dem Vorliek  ins   Segel geklebt . Wenn der Leefaden steigt , bist du an der Grenze zum Strömungsabriss, weil dein Anstellwinkel zu groß geworden ist. Kurz vorher ist die Vortriebskraft maximal. Auch hier gilt die Schraubenregel : Nach fest kommt ab . Jetzt kennen wir schon 50 % der Theorie : Der Anstellwinkel zur  Strömung ist entscheidend . An der Fock muss er so groß wie möglich sein . 

Der Andtellwinkel des Großsegels muss größer sein, als der der  Fock . . 

Bevor wir zu 2. kommen untersuchen wir warum  ein Abbremsen so schädlich ist. 

Die Impulstheorie 

Upwash und Downwash sind Begriffe die Impulsänderungen beschreiben .  Der  Impuls ist eine gerichtete Größe , die du über das Produkt  bewegte Masse mal Massengeschwindigkeit beschreibst . Täusche dich nicht , die Luftmasse ist ganz schön groß . Ein Kubikmeter Umgebungsluft hat die Masse 13 kg  . In der Umgebung eines Segels sind ganz schön viele Kubikmeter Luft , die aufgrund des Segels ihre Strömungsrichtung ändern müssen . Wenn sich die Richtung der Geschwindigkeit  ändert  sprechen wir von einer Beschleunigung , genauso als ab die Masse schneller oder langsamer wird. Beschleunigungen sind das Resultat von Kräften Wenn das Segel Luftmassen ablenkt, also beschleunigt , wirkt eine  genausogroße Kraft auf das Segel . Mit dieser Theorie kannst du etwas anfangen. 

Zum Erzielen einer großen Ablenkung  musst du auf. eine " runde Unterliekkurve " bei der  Fock achten.  Ist sie zu geradlinig ,wird der Wind zu schwach abgelenkt . Die Form des Strömungskörpers ist entscheidend . Vom Windwiderstand eines Autos z.B. kennen wir den Cw Wert. Wir haben also zusätzlich einen Ca, einen formabhängigen Auftriebswert . 

Denk daran: Die Fockschoten sind Unterliekstrecker und Achterliekstrecker in einem . Der Winkel entscheidet darüber,  welche  Streckerwirkung überwiegt . Hier gilt : testen   testen, testen um die richtige Unterliekskurve zu finden .


Wo bleibt das Großsegel ? 

Ohne Tricksereien a la Fieseler Storch und  vor allem ohne Wirbelbildung hast du immer einen, zweiten Staupunkt und wir landen beim.Tischtennisball,, der in der Strömung festhängt . 

START :

Der Staupunkt ist der Punkt , an dem das Boot die Strömung in zwei Teilströmungen aufteilt. .( Und leider auch ein  Punkt,   wo zwei Strömungen sich vereinigen .  

STOP .

Das Gesetz von Bernoulli gilt nur für EINEN Weg  Das genügt aber, um  Kräfte und Abhängigkeiten zu bestimmen. In der Strömung hast Du jede Menge Druck ...Druckenergie..  ja das ist falsch formuliert .. in Bewegungsenergie umgewandelt . 

ZUSATZ

Jetzt geht's ans Eingemachte, die erwähnte Grenzschicht.

Der Ingeneur und Hochschullehrer Ludwig Pradtl entdeckte sie erst 1920,. Grenzschicht bezeichnet die Zone zwischen  ruhenden, anhaftenden Teilchen und denen mit maximaler Geschwindigkeit Jetzt springen wir in die 90er. Diese  Grenzschicht  erkannte man als  die Ursache für eine spezielle Wirbelbildung , die die Luft in Lee beschleunigt. Wirbel besitzen einen  (Dreh) Impuls .Der Gegenimpuls sorgt dafür , dass die Luft Balken bekommt... Solche Balken drücken unser Boot gegen den Wind. Sie sind also der Mittler zwischen einer Umgebung mit  unterschiedlichen Druck und Geschwindigkeitsverhältnissen, Bernoullis  Umwandlung von Druck in Bewegung  und dem geschickt geformten Staukörper  , der in der Strömung steht. 

Durch den Staupunkt , also den maximalen Druck beginnt der Wirkbereich Segelboot vor dem eigentlichen Boot . Und er endet weit hinter dem Heck . In der Luft und im Wasser.

Drei Dinge sind für die Antriebskraft eines Segels entscheidend . Die  drei hat der Ingenieur des Fieseler Storch ( deutsches Sanitäts- und Aufklärungsflugzeug im 2. Weltkrieg ) entdeckt und ausgenutzt .

1. 

Im Luftraum bestimmst du die Position  des Staupunktes über die Größe und die Form  des Vorsegels.   ( beim Fieseler Storch der Vorflügel ) Ausgehend vom Staupunkt bilden sich in der Grenzschicht in Luv und Lee unterschiedliche Druck und  Geschwindigkeitsverhältnisse durch die Zirkulation 

2.

Der Spalt zwischen Fock  und Groß spielt eine große Rolle , weil er einen Staupunkt hinter der Fock wegspülen muß  ( Die Düsentheorie ist ein mißglückter Versuch ,die falsch interpretierte Bernoullitheorie zu untermauern Die Geschichte ,dass durch eine Fockdüse die Strömung schneller wird ,führt nur dazu  dass du den Zwischenraum zwischen Fock und Groß  zu eng machst  und den Wind wieder staust. 

3. 

Das Großsegel ist ein Auftriebshilfsmittel, das die Strömungen  weiterleiten soll . Das funktioniert nur, wenn der Anstellwinkel des  Großsegels größer ist,  als der der Fock . Bislang haben wir noch nicht über das Achterliek gesprochen . Das kommt jetzt ins Spiel . Wir beginnen beim Großsegel . Durch den geforderten großen Anstellwinkel zur Windströmung ( abhängig von der Fock ) wird die Achterliekspannung zu hoch. Bei einem Toprigg ist alles einfach . Schon das 7/8 Rigg macht die Sache kompliziert, weil im oberen Bereich der Einfluß der Fock fehlt . Du musst also oben wieder zurück auf den gleichen Anstellwinkel, den die Fock besitzt . Diese Verdrehung in der wirksamen Fläche schafft die Windkraft nur, wenn das Achterliek nicht zu straff gezogen wird . Du brauchst also einen Traveller um ihn bei Svhwavhwind bis Mittelwind ganz nach Luv zu ziehen oder ein Zugdreieck . Dieses Dreieck kannst du z.B. an den Heckklampen befestigen . Es muß so hoch sein, dass auf der Kreuz nur ein Schenkel unter Zugspannung kommt. Wenn du das umsetzt, wird das Boot  von allein schnell Du hast Störer beseitigt . Die Aufgabe der Mannschaft ist es auftretende  Störgrößen möglichst schnell zu beseitigen 


Wie werde ich jetzt beim Segeln noch schneller ? 

Stell dir jetzt das  Ganze unter Wasser gespiegelt vor ! 

DU WIRST SCHNELLER , wenn du die Unterwasserflügel besser nutzt . Mit dieser Idee haben die Neuseeländer den Admiralscup gewonnen . Alle Universitäten, die für den New Yorker Yachtclub arbeiteten, waren zu segelfixiert . Der höchste Schulabschluss des Entwicklers des Neuseeländischen Bootes  war der Hauptschulabschluss . Seine Bildung bezog er aus seinem Beruf .  Die heutigen Foils haben eine logische Entwicklung hinter sich . 

Wie profitierst du von dieser Entwicklung ! 


Ein leichtes Abfallen mit dem Ruder zum Geradeaussegeln ist bei einem hohen  Kiel bzw. Schwert  entgegen der traditionellen Anschauung alles andere als schädlich. Entscheidend ist die Höhe  Je schmaler aber dafür höher Kiel, bzw Svhwert bei konstanter Fläche sind , desto krasser ist der Effekt  . Das Boot bleibt nämlich auf geradem Kurs , wenn du es leicht luvgierig getrimmt hast . Wir nennen diesen Effekt einmal Kurzkieleffekt . Die Bezeichnung kurz bezieht sich auf die Richtung Bug.Heck 

  • Das Ruder wird damit zu einem Auftriebshilfsmittel unter Wasser.Der Vorflügel ist der Kiel bzw.das Schwert 
  • Du machst auch unter Wasser den Spalt breiter um Staupunkte zu vermeiden 
  • Du bekommst einen höheren Antellwinkel für die Unterwasserfock " Kiel" 


Eine gute Fock und ein gutgeformter Kiel dind wichtiger als das Großsegel  ((nur eines darf das Groß nicht : bremsen) Mit   einer guten Genua kommst du hoch an den Wind . Mit einem gut geformten Kiel wirst du schnell 

Zusammenfassung 

Den " Segeleffekt" und der "Kieleffekt"  kannst du zu einer  Antriebseinheit  " zusammenfassen Es gibt beim Unterwasserabtrieb  genausoviele Unterschiede wie bei den Segeln .Denk an die Foils Beim Kurzkieler, ausgestattet  mit einem  schmalen tief ins Wasser ragenden  Kiel, ist der Kieleffekt ausgeprägter als  beim Langkieler Nicht umsonst spricht man  von einem Performancekiel bei der VA18, der Bente, und  anderen.  . 

Performance ist die Effektivität , die sich bei Segelbooten aus der Kursstabiität und der Bootsgeschwindigkeit zusammensetzt  .   Das Zusammenwirken von Über und Unterwasserantriebn bedeutet : Bereits beim Mastausrichten mußt du an den Kiel oder das Schwert  denken Luvgier tut gut  .Als Referenz habe ich die Varianta 18 gewählt..Beim 510er einem der ersten Boote das nach dem 2. Weltkrieg mit dem "Kriegsmaterial" GFK gebaut wurde., verhält es sich übrigens ähnlich . 


Die Varianta 18 

Wodurch unterscheidet sich die Varianta 18  von anderen Segelbooten ?  Das Boot hat die spannende Entwicklung von einer neuen Rumpfform  zum Rotkäppchen  , zur Varianta   18 hinter sich . Durch den Kurzkieleffekt segelt sich das Kielboot wie eine Jolle Es dreht auf dem Tellet  wie ein Gocart. Für die Hovhsee ist das nicht ideal, dort willst du Trägheit . . Die fehlende Trägheit der Varianta 18 kann bei Flaute zu überraschenden Einsichten  führen, .Versuche einmal bei Nullströmung  die VA 18 durch schnelles Hin und Herschlagen der "Ruderflosse" vorwärts zu bewegen. Der anschließende Tanz mit Pirouette  ist eingeleitet .

Leider hat der jetzige Variantakiel  auch Nachteile . Sitzt du bequem am Heck,  ist zusammen mit einem Außenborder die Hecklast zu groß . Zum Cruisen auf dem Bostalsee reicht das.   Muß es einmal mehr als"reichen" wird Stufe 1 gezündet 

Stufe 1

Ich fahre die Pinnenverlängerung aus und setze mich direkt hinter den  Kajütaufbau . 

Stufe 2  


Priska, die bessere Hälfte der Crew ,  stellt sich auf die Kiste in der Kajüte, die ursprünglich die Bordküche enthalten soll . 

Jetzt ist Ruhe , zuerst im Boot , dann hinter dem Boot .

Was nimmst du alles für deine   Segelpraxis mit ? 

Du hast einiges über Staupunkte erfahren Die treiben das Boot an, können aber  auch als Störer bremsen . Beim Segeln musst du testen, testen  , testen, verändern und ausprobieren . Bis du spürst : das Boot wird schneller. In der Technik hat ein systematisches Herantasten an einen optimalen Wert einen Namen . Man nennt das Regeln ! 

Segeln ist das schönste Beispiel für Regelungstechnik . 

Kommen wir zum Anfang zurück . In Frankreich hat man diese Theorie längst in die Praxis umgesetzt . Bei Booten von der Werft Jeanneau wird der Skipper als menschlicher Regler von elektronischen Reglern unterstützt . 

 Regelungstechnik ist das fehlende Bindglied an unseren  Schulen  zwischen der Physik und der Technik. 


Zum Vergleich Segelboot - Flugzeug  und der Befeutung der Regelungstechnik 

Das deutsch französische Gemeinschaftsprojekt Eurofighter ist ein Flugzeug , das sich nur durch Regler  in der Luft halten kann . Die Franzosen sind ganz schön pfiffig . Der Eurofighter "pfeift" auf die Grenzschicht und ist damit extrem manövrierfähig . Dafür kann der Eurofighter nicht "fliegen" , was eine Phantom noch beherrschte . Wir brauchen in Deutschland mehr Reklame. Nicht nur für Physik , auch für die Regelungstechnik . Die Welt mit Bedenken und Vorschriften zu retten, hat sich überholt. Das autonome Fahren hatte seine Wurzeln in Kaiserslautern. ". Awer so  kommts, wenn mer nur Solartechnik im Kopp hann unn de Schott gleich newerm  Landdah leiht. 


Nicht nur beim Segeln können wir "mehr auf das Gaspedal drücken" ! 

 





Regattasegeln

Die große Frage beim Regattasegeln : Was ist planbar. 

Zum schnellen Erfolg führt nicht die Antwort auf die Frage : Was soll ich tun, sondern die Antwort auf die Frage: Was darf ich nicht ?

  • Beim Start zu weit von der Startlinie wegbleiben —!
  • Unnötige Risiken eingehen
  • Auf die Anlegerlinien achten 

Für die verschiedenen Aufkreuzmuster kannst du Risikoabwägungen  treffen . 

Merke : Der Wind dreht immer ! Dadurch verschieben  sich die Anliegerlinien ! 


Das war's kurz… und knapp . Und hoffentlich für dich weder langweilig noch belehrend !  Zum Diskutieren hat das Bier gefehlt . 


Hast du Interessee an dieser  ausführlichen Bescheibung ? (ca 70: DIN A 4 Seiten, 10 er Schriftgröße )

Ich freue  mich über dein Interesse über die email 

[email protected] .

Auf unserer Flair testen wir auf dem Bostalsee , ob die Praxis hält, was die  Theorie verspricht .

Ein Herz für Segelmacher 

Wie geht es mit unserem Projekt VA 18 weiter ?  Die Standard Fock der Varianta 18 ist gut für Ostseewind und  schlecht für Bosenwind.  Es gibt  zum Glück viele gute Segelmacher  Letztendlich haben wir uns bei dem Projekt Varianta 18 für Felix Egner von Landenberger Segel entschieden . Zum Schwarzwald ist es nicht weit. Am Titisee hat man ähnliche Probleme , wie in Bosen und anderen Stauseen. Und am Titisee ist der neue Besitzer der Variantaform beheimatet, die Familie Zanon. Die Katze Varianta18 hat  9  Leben.....

Für  Modellsegker , Besitzer einer Vindö ( ab 30 Fuß ) oder eines 510 ers kann ich die Firma Latsch empfehlen . Die Vindö gefällt mir, weil ihr Riss ein weiches Segeln in rauhen Wellen  verspricht .. Die ist das Gegenstück zur Varianta18 

Bostalseebote der 6 m Klasse taugen nicht für das Segeln auf See. In der Ostsee oder Nordseewelle ist  die Lady Varianta 18 als Kurzkieler nur trotzig am  Stampfen,  Eine Vindö  mit ihrem Langkiel und mehr Länge schneidet die Wellen an 

Wenn es hackt, sitzt du in einer Vindö   wie in einem Bunker, in einer Varianta wie auf einem Gocart  in einem modernen U Spanter dagegen auf dem  Hochstuhl . Wenn ein Hochstuhl kippt, wird es gefährlich . So leicht bekommst man einen Hochstuhl nicht angehoben.

Jedes Revier hat sein Boot !



Im Folgekapitel geht's um den Gennaker und unsere Pläne damit .(under constaction) Beim Dpinnaker  hänge ich an der Frage CW Wert gegen Fläche  Machst du den CW Wert größer, wird die wirksame Fläche automatisch kleiner . Das gilt für alle Segel auf

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