Es gibt nichts Besseres, als etwas Gutes (Kollege Günther)
Das richtige Zubehör ist nicht nur für Zebras wichtig
Zubehör
(Der folgende Text enthält Produktempfehlungen ohne dass der Produzent davon weiß oder gar das vergütet . )
Flairs neue Segel
Zum ersten Mal segeln wir mit den durchgelatteten Segeln, die der Segelmacher Felix Egner für die Varianta 18 -"Performance" entworfen hat.
Was hat sich verändert ?
Zum Setzen musst du das Boot exakt im Wind halten. Die Lazyjacks müssen mehr Lose haben, damit sich die Lattenenden nicht verfangen. . Schließlich brauchst du mehr Kraft zum Durchsetzen Die Rutscher erzeugen mehr Bremswirkung , auch wenn sie rollengelagert sind und das Eigengewicht des Segels ist größer Wenn das Vorliek die Rutscher zur Seite zieht, hast du verloren. Das passiert , wenn du auf Halbwind beim Setzen anfällst . Sobald das Segel gesetzt ist ziehst du noch im Wind stehend die Cunningham dicht Andernfalls hat das Vorliek im unteren Drittel zu wenig Spannung und die Segellatten schlagen nicht nach Lee um . Ein kräftiger Zug am Vorliekstrecker und die Latten knacken nach Lee . Schon jetzt spürst du , dass das Boot anläuft , obwohl der Anstellwinkel noch nicht stimmt .
Wenn die Fock ausgerollt wird , hörst du kein Knattern
Bei wenig Wind wird das Boot zum Flautengeier. Die 800 kg könnennwie ein Laser durch glattes Wasser laufen.
Die Schotführung ist etwas schwieriger gegenüber den alten Dacronsegeln . Du musst den richtigen Anstellwinkel des Großbaums finden, ohne dass dir das leichte Einfallen der Beule hinter dem Mast verrät , dass der Anstellwinkel zu klein wird .Wir versuchen mit Windfäden aus Drachentuch die Strömung am Achterliek sichtbar zu machen .Die Wollföden sind bei schlaffem Wind wenig kommunikativ. Diese ersetzen wir durch Streifen Drachentuch. .. Grundsätzlich fahren wir bei wenig Wind das Großssegel dichter, als es die Lehre vorschreibt . Die unteren Fäden dürfen ruhig nach Lee klappen .Der Vortrieb wird ebenfalls größer und das Boot gefühlt schneller . Voraussetzung bleibt, dass man exakt ohne Krängung segelt .
Bei einfallenden Böen fällt der Wind raumer ein, jetzt ist der Anstellwinkel plötzlich zu groß . Die alten Dacronsegel lösten eine peakartige Leekrängung aus . Erst mit Verzögerung konnte man durch "Gang auf die hohe Kante" die Windzunahme nutzen . Jetzt verläuft das viel harmonischer . Du spürst die Leekrängung kommen während die Geschwindigkeit schon fühlbar zunimmt . Die Gewichtsverlagerung von der Flautenbank auf den Rumpfwulst wirkt sich unmittelbar aus.
Ob die Endgeschwindkeit größer geworden ist, lässt sich schwer abschätzen .
Wir Wasserlieger hatten letzte Saison durchsichtigen Globger als Anhängsel, dieses Jahr hat der "Moosteppich" viel an Dicke zugenommen . Das nächste Projekt wird sein, den Rumpf moosfrei zu machen . Dann haben wir gleiche Verhältnisse wie beim Einkranen von i m Frühjahr . Weitere Berichte folgen...
Links und Rechts von der Einstiegsöffnung der Varianta siehst du von der Kajüte aus die einlaminierten Aluminiumplatten. Diese wollen ganzflächig für Beschläge genutzt werden Willst du keine Bohrorgie veranstalten (das Gewindeschneiden kannst du dir dank selbstschneidender Schrauben schenken ) montier die für den Laser Performance konzipierte Platte mit zwei Hakenklemmen . Die Platte passt über die Bohrlöcher einer Kammcleatklemme . Die kleinen Spinlockklemmen sehen schick aus , sind aber zu filigran, zerlegen sich gerne und sind außerdem Streckerfresser ! Und wer will sich schon für die Lebensdauer der Klemme auf den Streckerdurchmesser festlegen ?
Den Niederholer haben wir nicht auf die "Bar" am Einstieg umgelenkt, und eine Curryklemme so am Großbaum befestigt , dass das Zugende, sich beim Ziehen in der Klemme belegt Das ganze System ist dem sehr durchdachten Laser Performance Niederholer nachempfunden.
Auf die großen Spinlocks laufen bei uns Großfall, Fochfall und Genackerfall .
Die Gennakerhalsleine endet in einer Curryklemme
Alle Strecker und die Dirk sind auf Kammklemmen aus Dural geführt
Das Selden Rigg
Auf dem Großbaum der VA 18 ist ein drehbarer Beschllag zum Fixieren des Halsauges montiert . Wenn wir diesen benutzen fehlen uns im Topbereich gut 10 cm . Ohne Cunningham bilden sich Falten im Vorliek , die tragischer aussehen , als sie sind. Unser Großsegel besitzt am Hals zwei Augen ,eines für das Einhängen am Großbaum , eines für eine Cunningham .Das Unterliek wird fliegend gefahren,200 000 Lasersegler können sich nicht irren !
Wenn wir das Segel nicht am Großbaum fixieren, steht es deutlich besser, das Auge zum Gestschäkeln rutscht gut 10 cm höher
Das Auge im Großsegel für den Halsbeschlag fixieren wir mit einem Klettband um den Mast
Der freiwerdende Beschlag auf dem Großbaum dient zum Aufbau einer Talje für die Cunningham Der Bügel wird zur Basis einer ersten Talje ,Mit einer Schraube durch das Auge des Großbaums sind auf beiden Seiten des Großsegels Blöcke fixiert Fertig ist die erste Talje Deren Zugpart übernimmt eine zweite Talje, die Mastfuß montiert ist Mit zwei 4 er Untersetzungen erzielen wir so eine 16 fache Zugkraft .und können den Zugweg feinjustieren. Eine Cunningham braucht Muskeln . Der Wind sitzt sozusagen am längeren Hebel . Mit einer kleinen Querkraft kann er große Längskräfte ausüben. . Deshalb hilft nur die kräftige Talje .
Durchgelattete Segel springen nur um, wenn die Vorliekspannung hoch genug ist . Mit dem kräftigen Zug am Großfall bekommst du das nicht hin, weil die Reibung in der Mastnut dir die Kraft wegfrisst .
Das Schothorn des Großsegels ist an einem Schlitten eingeschäkelt , der in der Nut des Großbaums läuft . . Das Schlittenende ist zu einem Haken ausgeformt , in den der Unterliekstrecker eingehakt wird .
Nächste Saison wollen wir das Ganze mit einem Flaschenzug optimieren . Apropos . Wir haben die Fockschoten mitbeine solchen Taljen um Zugweg vergrößert und die Zugkraft halbiert . Am Schothorn sind zwei Blöcke montiert.
Wenn du einen Bugtritt montierst, weißt du auch, wo künftig die Gennakerschoten oder andere Schoten hängenbleiben .
Ein Magazin enthält nicht nur eine Patrone
Du brauchst bei der 18 er aus Sicherheitsgründen eine Badeleiter ! Am Heck ist es sehr eng . Schwimmend sich ins Boot zu ziehen ist sehr schwierig , wenn dir der Halt fehlt Zum Thema Sicherheit gehört auch die Seglerbekleidung .
Die ohnmachtsichere selbstaufblasende Rettungsweste hat einen hohen Schutzwert Für uns Binnensegler gibt es Modelle ohne Gesichtschild . Bei einem Gewittersturm sind die Probleme revierunabhängig . Bei Schönwetter sind alle Westen gleich Ganz anders ist es bei einem Gewittersturm Du kannst im Wasser imit dem aufgeblasenen Kragen nicht den Kopf nach Lee drehen.. Die Nase wird durch die Windlast des Halswulstes nach Luv gezwungen , wo du in der Gischt kaum atmen kannst. Auf einem Baggersee habe ich erlebt, wie wichtig es ist , den Kopf zum Atmen wegdrehen zu können, wenn Windhosen einen Sandberg abtragen .
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Für den nächsten Morgen
Ein schönes Motivationslied für Boris Herrmann : Boris flieg !
KW von Steg 2
Begeisterung : Gennaker segeln .Vor dem Auslaufen wird der Gennakerbaum ausgeschoben .
Wenn das Boot auf Vorwindkurs segelt, kann die Besatzung den Gennaker hissen . Im Windschatten des Großsegels wird er in Position gezogen .
Dann luvt der Steuermann auf Raumwind bis Halbwind an. Ab geht die Post .
Da heißt es vorausschauend Segeln .Dein Manöverraum ist die Leeseite .Notfalls musst du halsen.
Beim Anluven machst du zuviel Lage . Wir spüren das mit unserem Hybrid aus Gennaker und Code Zero besonders .

Der Gennaker wird aus der Kajüte heraus zwischen Mast und Wanten im Windschatten des Großsegels gesetzt
Führung der Gennakerschot
Diese Saison wollen wir versuchen,die Luvschot vor dem Vorstag vorbeizuführen. Bislang zogen wir bei der Halse das Schothorn zwischen Gennakerfall und Vorstag auf die neue Leeseite.
Dadurch wollten wir verhindern, dass die Schot überfahren wird. Die Halse selbst ist unproblematisch, da kein Umbaumen erforderlich ist ..
Wichtig ist, dass die Leeschot vom Steuermann bem Seitenwechsel nur bremsend freigegeben wird, während der Vorschoter an der Noch- Luvschot zieht.